#1 Hilfe für Ukraine von Straßberger, Roland 27.02.2022 19:04

avatar

Liebe Freunde,

meine Frau und ich haben früher drei Jahre in der Ukraine gelebt. Wir haben dort viele Freunde. Uns belastet die aktuelle Situation sehr und wir überlegen intensiv, wie wir sinnvoll helfen können. Wir glauben dabei aber, dass jede Form von militärischen Konflikten letztlich nur zu unschuldigen Opfern auf allen Seiten führen wird. Während unserer täglichen Recherchen ist uns folgendes Video der Gazeta Wyborcza, einer namenhaften polnischen Tageszeitung, untergekommen:

https://wiadomosci.gazeta.pl/wiadomosci/...ml#s=BoxMMtImg2

Zu sehen ist ein junger, ängstlicher russischer Soldat, welcher an der Frontlinie im Dialog mit ukrainischen Kämpfern steht. Letztlich sind sich beide Seiten einig, dass sie überhaupt nicht miteinander kämpfen wollen. Die Ukrainer bieten den Russen an, sich kampflos zu ergeben und in ukrainische Kriegsgefangenschaft zu übergehen. So würde es zu keinen Tötungen kommen. Am Ende des Clips kehrt der Russe zu seinen Kameraden zurück, um zu beraten. Der Ausgang bleibt offen.

Berichte hierzu sind auch in deutschen Medien zu finden.

Dieser Film führte meine Frau zu der Idee, dass es eine überaus sinnvolle und friedfertige Strategie von der EU sein könnte, russischen Deserteuren (und ggf. ihren Familien) politisches Asyl in der EU zu gewähren. Ich halte diese Idee für überaus überzeugend. Sie ist viel wirksamer und günstiger, als wirtschaftliche Sanktionen, kriegsverlängernden Waffenlieferungen und die unvermeidbare Aufnahme von Millionen Flüchtlingen aus der Ukraine.

Wenn man den russischen Soldaten eine glaubhafte und sinnvolle Handlungsalternative zum lebensgefährlichen Kampf bieten möchte, die sicher das Riskio ausschließt, letztlich vor einem russischen Kriegsgericht zu enden, muss schnell gehandelt werden. Denn es ist zu befürchten, dass die russische Armee die Ukraine möglicherweise in wenigen Tagen überrennen wird. Bis dahin sollten die russischen Deserteure in Sicherheit gebracht werden.

Liebe Freunde, ich wende mich an Euch, weil Ihr vielleicht eine Möglichkeit seht, die eben beschriebene Idee an die relevanten Entscheidungsträger weiterzuleiten.

Von Benjamin Meise

#2 RE: Hilfe für Ukraine von karl.butzer@googlemail.com 05.03.2022 23:22

Hallo Roland Straßberger,
ich habe den Text an einen befreundeten Bundestagsabgeordneten weitergeleitet.

#3 RE: Hilfe für Ukraine von boba 18.03.2022 16:01

avatar

Hallo,
mir geht die Situation auch sehr nahe (auch wenn ich nicht dieselben Hintergründe habe, ich bin da einfach nur sensibel und gutherzig). Ich habe auch schon einiges gespendet und helfe jetzt auch in meinem Verein mit ein Haus zu renovieren, damit dort zwei Flüchtlingsfamilien einziehen können. Ich finde den Ansatz durchaus spannend und gut – ganz nach dem Zitat „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.“. Ich fürchte nur, dass es wohl viele Soldaten gibt die einer jahrelangen „Gehirnwäsche“ unterzogen worden sind – ich kann mir sonst einfach nicht vorstellen, wieso Menschen heutzutage einfach so ein anderes Land angreifen, außer wenn sie absolut davon überzeugt sind das richtige zu tun oder aber stark unter Druck stehen…

#4 RE: Hilfe für Ukraine von Berlin3322 26.03.2022 10:26

Ich bin etwas erstaunt wie "wenig" hier los ist.

Ich muß nun etwas "ausholen"...ich war zum Monatsbeginn in Dorohusk, Grenze PL/ UA. Es hat mich sehr tief bewegt...ich bekomme die Bilder nicht mehr aus meinem Kopf...Bilder, wie sie wohl fast jeder kennt als die Menschen während des 2. Weltkrieges aus Ostpreußen flüchteten.

Nur das heute der Rollkoffer anstelle des Handwagen getreten ist.

Nun ja, es gibt jemand der bezüglich des Ahrtals in aller Munde ist. Der ein Zoomgespräch mit 2 Leute aus dem LSV und Alex aus der Ukraine führte. Es hat mich ebenfalls sehr bewegt. Alex hat recht, es kommen sehr sehr schwere Zeiten auf die gesamte Weltbevölkerung zu. Wer möchte denn Mehl, dass auf ölbelasteten Flächen gewachsen ist? Oder der Boden mit Sprengstoffresten kontaminiert ist?

Dann die ganzen Metallsplitter auf den Äckern, dass gibt Reifenschäden ohne Ende.

Ok, lange Rede, kurzer Sinn: Es hieß an Alex, wir sind gut vernetzt. Melde Dich.

Tja, alles schön und gut. Nur sieht die Praxis so aus, das man Nachrichten mit Hilfsangeboten nicht liest. Man möchte niemand neu ins Netzwerk lassen, so mein Eindruck. Das war schon bei der Ahrtalhilfe so. 2 x Hilfe angeboten, nie was gehört. Hier zur Ukraine 2 x Hilfe angeboten, auch keine Rückmeldung.

Niemand kann auf allen Hochzeiten tanzen. Man sollte sich Gedanken machen wo man seine Prioritäten setzt....

Übrigens ist der gute Mann nun bös´ "angepi**t"....und postet wie ein kleines, verbocktes Kind immer und immer wieder sein Statement, er könne nicht jede Mitteilung lesen. Aber ´ne Riesenwelle mit Aufrufen zu Spenden machen, das geht. Generiert ja Klicks!

Übrigens, wenn man mich nun sperrt, kein Problem. ...

Xobor Forum Software © Xobor
Datenschutz