Als Mitbegründer der Partei Deutsch Land Wirtschaft (DLW), die im Juni 2024 ins Leben gerufen wurde, war es meine feste Überzeugung, dass Deutschland eine politische Kraft braucht, die sich konsequent für die Landwirtschaft einsetzt. Meine Idee war es, eine Partei zu schaffen, die den Bauern und Landwirten eine starke Stimme verleiht – eine Stimme, die nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen wird. Dabei ging es mir nicht darum, andere gesellschaftliche Gruppen oder wirtschaftliche Interessen auszuklammern, sondern darum, die Landwirtschaft als zentrale Säule und als Grundlage des ländlichen Raums zu begreifen. Die Landwirtschaft ist mehr als nur ein Wirtschaftszweig – sie ist der Motor, der viele ländliche Regionen antreibt. Sie sichert Arbeitsplätze, sorgt für Wertschöpfung vor Ort und trägt wesentlich zur kulturellen Identität des ländlichen Raums bei. Gleichzeitig steht die Landwirtschaft vor großen Herausforderungen: steigende Betriebskosten, ein wachsender bürokratischer Aufwand, unfaire Marktbedingungen und eine oft mangelnde Wertschätzung in der Gesellschaft. Genau hier wollte ich mit der Partei ansetzen und diesen Herausforderungen politisch begegnen. Die ersten Monate nach der Gründung der Partei waren von viel Enthusiasmus geprägt. Es gab zahlreiche Gespräche, Veranstaltungen und Diskussionen mit Landwirten, Bürgerinnen und Bürgern. Es war deutlich zu spüren, wie groß das Bedürfnis nach einer politischen Vertretung ist, die sich den Sorgen und Nöten der Landwirtschaft annimmt. Die DLW hat in dieser Zeit viele gute Impulse gesetzt und erste Erfolge verzeichnet. Dafür bin ich allen Beteiligten dankbar. Mit der Zeit habe ich jedoch festgestellt, dass sich die Partei zunehmend in eine Richtung entwickelt, die sich nicht mehr vollständig mit meiner ursprünglichen Vision deckt. Die DLW hat sich breiter aufgestellt und versucht, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen und wirtschaftliche Interessen zu vertreten. Das ist grundsätzlich verständlich und sicherlich auch für eine junge Partei sinnvoll, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Gleichzeitig habe ich den Eindruck gewonnen, dass die besonderen Anliegen der Landwirtschaft und des ländlichen Raums dabei in den Hintergrund geraten sind. Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um eine Kritik an der Partei oder an ihren Mitgliedern handelt. Die DLW hat engagierte Menschen, die sich mit viel Herzblut für die Partei und ihre Ziele einsetzen. Dennoch sehe ich persönlich die Notwendigkeit, meinen Fokus wieder stärker auf die Landwirtschaft zu richten. Für mich war die Idee einer Partei, die die Landwirtschaft als zentrales Thema begreift, der ausschlaggebende Punkt für mein Engagement. Wenn diese Ausrichtung nicht mehr in dem Maße gegeben ist, wie ich es mir gewünscht habe, ist es für mich an der Zeit, einen anderen Weg einzuschlagen. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht. Ich habe viel Zeit, Energie und Herzblut in die Gründung der DLW investiert und mit vielen Menschen gemeinsam an dieser Idee gearbeitet. Es war eine spannende und lehrreiche Zeit, und ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich dabei sammeln durfte. Dennoch ist mir bewusst, dass es für mich persönlich der richtige Schritt ist, mich wieder stärker auf die Themen zu konzentrieren, die mir besonders am Herzen liegen. Meine politische Arbeit wird sich auch in Zukunft auf die Landwirtschaft und den ländlichen Raum konzentrieren. Besonders im Rahmen meines Engagements im LsV Brandenburg e.V. werde ich mich weiterhin aktiv für die Interessen der Bauern und die Zukunft des ländlichen Raums einsetzen. Der Verein bietet mir die Möglichkeit, direkt mit Landwirten zusammenzuarbeiten und ihre Anliegen auf regionaler Ebene zu vertreten. Ich bin überzeugt, dass es gerade jetzt wichtig ist, sich für die Belange der Landwirtschaft starkzumachen und sich für faire Marktbedingungen, eine nachhaltige Agrarpolitik und den Erhalt landwirtschaftlicher Familienbetriebe einzusetzen. Darüber hinaus halte ich es für notwendig, dass es in Deutschland eine politische Kraft gibt, die die Landwirtschaft wieder stärker in den Mittelpunkt rückt. Es braucht eine klare und deutliche Stimme, die sich für die Bauernschaft einsetzt und ihre Anliegen mit Nachdruck vertritt. Ich bin sicher, dass es viele Menschen gibt, die diese Überzeugung teilen und bereit sind, sich gemeinsam für eine stärkere politische Vertretung der Landwirtschaft einzusetzen. Ich danke der DLW und ihren Mitgliedern für die gemeinsame Zeit und wünsche der Partei weiterhin alles Gute für die Zukunft. Gleichzeitig hoffe ich, dass es gelingt, den ländlichen Raum und die Landwirtschaft wieder stärker in den politischen Fokus zu rücken. Nur wenn wir die Landwirtschaft ernst nehmen und ihre Bedeutung anerkennen, können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern und den ländlichen Raum langfristig stärken. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Weg nicht zu Ende ist – es gibt noch viel zu tun. Und ich freue mich darauf, auch in Zukunft mit Gleichgesinnten daran zu arbeiten, die Landwirtschaft in Deutschland wieder an den Platz zu rücken, der ihr zusteht.
Roland Straßberger
Straßberger, Roland
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